Eine umfangreichere Biografie folgt)
Das “Euthanasie”-Opfer Helene Pauline Deininger, geb. Matthäs, geboren am 21. Januar 1879 in Stuttgart, wurde am 3. September 1914 auf ärztlichen Rat des Nervenarztes Dr. Gross in das Bürgerhospital aufgenommen. Die Diagnose Dementia Praecox wird in der Medizin heute oft als Schizophrenie bezeichnet. Am 13. Oktober 1914 wurde sie in der Heilanstalt Weinsberg aufgenommen. Sie hatte einen Sohn, Karl Deininger, der promovierte und Bauingenieur wurde. Sie lebte in der Dobelstr. 12 zusammen mit ihrem Ehemann August und ihrem Sohn. Die Adresse existiert heute nicht mehr, deshalb wurde der Stolperstein in der Dobelstraße 14 verlegt. Sie lebte 26 Jahre lang ununterbrochen in verschiedenen Heilanstalten, bis zu ihrer Ermordung.
Am 8. Mai 1940 wurde sie aus der Heilanstalt Weinsberg entlassen, am selben Tag in die Tötungsanstalt Grafeneck überführt und dort am selben Tag im Alter von 61 Jahren ermordet.
HIER WOHNTE
HELENE DEININGER
GEB. MATTHÄS
JG. 1879
EINGEWIESEN 1914
HEILANSTALT WEINSBERG
´VERLEGT` 8.5.1940
GRAFENECK
ERMORDET 8.5.1940
´AKTION T4`



