Menü Schließen

Besuch der Holocaust-Überlebenden und Zeitzeugin Eva Weyl in Stuttgart

Eva Weyl am 14. Juli 2025 im Evangelischen Heidehof-Gymnasium (Foto: Ute Hechtfischer)

2026: Eva Weyl kommt erneut nach Stuttgart

Die 91-jährige Holocaust-Überlebende Eva Weyl aus den Niederlanden wird vom 29. Juni bis 3. Juli 2026 erneut nach Stuttgart kommen. In dieser Woche wird sie fünf Schulen in verschiedenen Stadtteilen besuchen, um ihre Geschichte und die ihrer Familie zu erzählen.

Auf dem Programm stehen: Wilhelms-Gymnasium Degerloch mit Fritz- Leonhardt-Realschule, Evangelisches Mörike-Gymnasium mit Mörike-Realschule, Gemeinschaftsschule Weilimdorf, Mädchengymnasium St. Agnes und Max Eyth Schule.

Eva Weyls Familie mütterlicherseits stammt aus Stuttgart, und hier liegen Stolpersteine für ihre Vorfahren. Deswegen liegen ihr Besuche und Vorträge in Stuttgart besonders am Herzen. Auch ihr diesjähriger zweiter Besuch in Stuttgart – organisiert und geplant von den Stuttgarter Stolperstein-Initiativen – stieß auf großes Interesse bei Rektor:innen und Lehrer:innen. Eine von den Stolperstein-Initiativen durchgeführte Evaluation des Besuchs im Jahr 2025 bestätigte, wie wichtig es den Schulen ist, Schüler:innen mit Zeitzeug:innen zusammenzubringen.

2025: Über Eva Weyls Besuch in Stuttgart vom 14. bis 18. Juli (mit Links zum Film und zur Berichterstattung)

Die 90-jährige Holocaust-Überlebende Eva Weyl aus den Niederlanden war vom 14. bis 18. Juli 2025 in Stuttgart und hat in dieser Woche fünf Schulen in verschiedenen Stadtteilen besuchen, um ihre Geschichte und die ihrer Familie zu erzählen. Ihre Vorträge fanden statt im Evangelischen Heidehof-Gymnasium, im Karls-Gymnasium, in den Kolping-Schulen, im Schickhardt-Gymnasium und im Gymnasium Korntal-Münchingen.

Die Stuttgarter Stolperstein-Initiativen haben Eva Weyl bei einer Verlegung im November 2024 kennengelernt und nach Stuttgart eingeladen. Eva Weyls Familie mütterlicherseits stammt aus Stuttgart und deswegen lagen ihr der Besuch und die Vorträge in Stuttgart besonders am Herzen. Viele Rektor:innen und Lehrer:innen sind mit großem Interesse darauf eingegangen. In den fünf Schulen hat Eva Weyl außerordentlich lebendige Vorträge über ihr Leben gehalten. Es gab jeweils viele interessierte Fragen der Schüler:innen.

Eva Weyl wurde 1935 im niederländischen Arnhem geboren, wohin ihre Eltern vor dem NS-Regime geflohen waren. Im Januar 1942 wurde die Familie im Lager Westerbork interniert. Von dort wurden insgesamt 107.000 Menschen zu den KZs im Osten verschleppt und fast alle dort ermordet. Mehrfach und nur durch viel Glück konnte die Familie den Deportationen entgehen und wurde im April 1945 befreit.

Seit fast 20 Jahren sucht Eva Weyl regelmäßig das Gespräch und den Kontakt mit Jugendlichen. Sie hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, ihre Geschichte weiterzugeben. Ihr Anliegen formuliert sie den Schülerinnen und Schülern gegenüber so: »Denn ihr seid jetzt meine Zweitzeugen. Vergesst das nicht. Ich brauche euch, um meine Geschichte weiter zu erzählen.« (siehe Webseite der Zweitzeugen)

Über ihren Besuch und die Vorträge berichteten Stuggi-TV, Andreas Langen für den SWR, Heidemarie A. Hechtel in der Stuttgarter Zeitung, das überregional erscheinende Evangelische Gemeindeblatt und die Lokalzeitung Blättle Stuttgart-Süd in der September-Ausgabe. Vom Vortrag im Schickhardt-Gymnasium gibt es zudem einen Film von Adrian Schmidt (Die Holocaust-Überlebende Eva Weyl auf der Suche nach Zweitzeug*innen – Besuch vom 14.-18. Juli 2025 in Stuttgart), der Eva Weyl zu den Wohnorten ihrer Familie in Stuttgart und auf den Israelitischen Teil des Pragfriedhofs begleitet. Inzwischen liegt auch eine gedruckte Broschüre vor, in der Eva Weyls Besuch in Stuttgart ausführlich dokumentiert wird.

Eva Weyl mit Schülern des Schickhardt-Gymnasiums am 17. Juli 2025