Stolperstein in Erinnerung an Otto Rothschild

...verlegt am 22. November 2011 am Standort des ehemaligen Hauses Hegelstraße 49 - der Flyer kann hier abgerufen werden!

Otto Leopold Rothschild wurde am 15. November 1891 in
Cannstatt geboren. Der Vater, Moritz Rothschild (1862-1938), war
Kaufmann und Inhaber des Firma I. M. Rothschild, die Häute aus
Übersee importierte. Mutter Thekla, geborene Reis, (1865-1961)
stammte aus Niederstetten bei Gerabronn. Komplett machte die
Familie 1894 die Geburt von Alice. Im Jahr 1904 wurde die Firma
von Cannstatt nach Stuttgart verlegt und die Familie zog in den
zweiten Stock des eigenen Hauses in der Hegelstr. 49.

Nach der mittleren Reife machte Otto Rothschild eine
kaufmännische Lehre in einer Lederhandlung. Danach bildete er
sich im In- und Ausland sowie im väterlichen Geschäft weiter, für
das er im Juni 1914 erhielt, eine umfangreiche geschäftliche
Vertretungsvollmacht. Wenige Wochen später brach der Erste
Weltkrieg aus und Otto Rothschild musste "das Vaterland
verteidigen". Die Gefühle des Vaters halten ein Gedicht vom 8. Juli
1915 fest:

Abschied
Mir ist das Herz so schwer,
Die Musik, die Musik,
Die Musik kommt daher:
Taratatata, Taratatata,
Bumsa, Bumsa, Bumsavalleralala.
Mit Blumen reich geschmückt
Soldaten zieh`n ins Feld;
Sie kämpfen, sie siegen
Und Mancher fällt als Held.
Zu rasch zieh`n sie vorbei –
Noch einen letzten Blick:
Mein Sohn, mein Sohn,
komm du gesund zurück!

Der Krieg endete für Otto Rothschild mit einer schweren
Oberschenkelverwundung, die er sein Leben lang spüren sollte. Im
November 1920 wurde er Mitgesellschafter Firma I. M. Rothschild.
I.M. stand für Isaak Moses (1827-1901), Ottos Großvater, der die
Firma im März 1866 gegründet hatte, kurz nachdem er von
Nordstetten nach Cannstatt umgezogen war. Sie wurde damals als
"Rauchwarenhandlung" bezeichnet. Rauchwaren sind hier
zugerichtete und gegerbte, noch nicht (in der Regel zu
Pelzbekleidung) verarbeitete Tierfelle. 1889 hatte sich der
Großvater aus der Firma zurückgezogen und sie an Moritz
Rothschild übergeben, der sie bis 1891 zusammen mit seinem
Bruder Jakob führte. Jetzt wurde die Firma als "Importgeschäft für
überseeische Häute" bezeichnet.

Die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg waren schwierig, zeitweise
musste das Geschäft eingestellt werden, weil die Kunden nicht
zahlen konnten. Erst im August 1926 ging es wieder aufwärts,
doch dann kam 1933 Hitler an die Macht. Nach und nach blieben
alle Kunden weg. Nachdem der Geschäftsbetrieb schon rund zwei
Jahre geruht hatte, wurde die Firma am 7.März 1938 liquidiert.
Einen Monat später starb Moritz Rothschild.

Otto Rothschild fühlte sich wohl nicht wirklich wohl als Kaufmann.
Er war es eben für das Familiengeschäft geworden.
Aufgewachsen in einer Wohnung mit vielen Antiquitäten und
ostasiatischen Kunstwerken scheint er an Literatur und reich
illustrierten Büchern Freude gehabt zu haben, wie seine
umfangreiche Bibliothek beweist, von der sich wenige mit "Otto
Rothschild" signierte Exemplare erhalten haben. Durchaus mit
Vergnügen scheint er seit 1936 im Büro seines Schwagers, dem
Architekten Oskar Bloch, mitgearbeitet zu haben. Als dieser 1937
starb, befiel ihn geradezu eine Depression, weil er als Jude keine
Arbeit mehr fand. Diese verstärkte sicherlich seine Verhaftung
nach der Reichspogromnacht am 10. November 1938. Einen Monat
lang war er im Konzentrationslager Dachau inhaftiert, bis er
zusammen mit anderen Frontkämpfern des Ersten Weltkriegs am
12. Dezember 1938 wieder nach Hause konnte. Im August 1939
fand er bei der Mittelstelle der Jüdischen Kultusvereinigung
Württemberg eine ehrenamtliche Arbeit, die ihn zunehmend in
Anspruch nahm.

Die geplante Auswanderung
Spätestens seit der Reichspogromnacht wollten Otto Rotschild,
seine Mutter Thekla und seine Schwester Alice Bloch Deutschland
verlassen. Da Oskar Bloch Schweizer Staatsbürger gewesen war,
konnte seine Witwe im Juni 1939 mit ihren drei Kindern in die
Schweiz ausreisen, wo sie in bescheidenen Verhältnissen in
Zürich überlebte. In Deutschland wurden die Verhältnisse für
Juden immer schlimmer, so Mutter Thekla am 23. September 1939:
"Heute wurden wir [das] Radio los, innerhalb einiger Stunden
mussten sie abgeliefert werden. Meine Einnahmen wurden auch
gekürzt. Jeder Tag bringt was neues." Dies zeigen auch weit über
hundert Briefe von Otto Rothschild an seine Schwester, die sich
glücklicherweise erhalten haben. Am Anfang waren auf dem alten
Geschäftsbriefpapier, das aufgebraucht wurde, nur die Konten
und die Telegrammadresse gestrichen, bald war es auch die
Telefonnummer. Dann stand ab Dezember 1939 im Absender der
Beiname "Israel". Und spätestens seit dem Ausbruch des Zweiten
Weltkriegs wurden alle Briefe von der Zensur geöffnet.

Um finanziell über die Runden zu kommen, mussten Otto
Rothschild und seine Mutter Untermieter aufnehmen, was schon
im Frühsommer 1939 eine behördliche Genehmigung erforderte.
Wegen der beabsichtigten Auswanderung wurde das Haus in der
Hegelstraße verkauft, was ebenfalls behördliche Genehmigungen
erforderte. Der Verkaufserlös sollte auch das Auskommen von
Otto Rothschild und seiner Mutter absichern, denn ausführen
durften sie das Geld damals nicht. Wie üblich war beim Verkauf
vereinbart worden, dass sie bis zur Auswanderung in ihrer
Wohnung bleiben konnten.

Mutter Thekla Rothschild konnte Deutschland am 9. Mai 1941
verlassen und über Singen zu ihrer Tochter in die Schweiz
einreisen. Mit viel Energie und trotz einer Ablehnung des Antrags
durch die Schweizer Behörden im ersten Anlauf war Alice Bloch
dies gelungen. Die Mutter war eine direkte Verwandte, außerdem
hatte ein Onkel in den USA gebürgt, sie mit monatlich 50 Dollar zu
unterstützen. Otto Rohschild begleitete seine Mutter bis Singen
und besuchte dann den Hohentwiel, wo er den Fernblick genoss
und sich vorstellte, wie seine Mutter jetzt von der Schwester
empfangen wurde. Thekla Rothschild starb 1961 in Zürich.

Otto Rothschild hatte bis dahin seine eigene Auswanderung nicht
zu drängend vorangetrieben, da er seine Mutter nicht allein
zurücklassen wollte. Weil er für die Schweiz keine Erlaubnis
bekam, dachte er an ein vorübergehendes Ziel, egal wo, doch war
ihm klar, dass dieses ohne Mitwirkung der Verwandten in den
USA, des gleichen Onkels, der auch seiner Mutter geholfen hatte,
nicht möglich war. Natürlich hatte auch er bei diesem Onkel um
Hilfe gebeten, so wie viele andere Familienangehörige und
Freunde. Doch eine Antwort, die Bürgschaft, blieb aus.
Vorübergehend unterließ er es seine Bitte zu erneuern, weil
andere Verwandte vom Onkel noch die letzte Hilfe zur
Auswanderung benötigten und er da nicht stören wollte.

Vom amerikanischen Konsulat hatte Otto Rothschild die
Auswanderungsnummer 16355 bekommen. Im März 1940 traf
dann endlich die Bürgschaft in Form eines knappen Briefes ein.
Die Freude war groß, doch abgesehen davon, dass der Brief nichts
zu den Passage- und Transportkosten sagte, die seit Ende 1939
ebenfalls vom Ausland aus in Devisen geleistet werden mussten,
stellte das amerikanische Konsulat einen Monat später fest, dass
das hohe Alter des Onkels eine "Garantie" von rund 2500 Dollar
nötig machen würde. Erneut wurde der Onkel um Hilfe gebeten,
ebenso wie Freunde und Verwandte, die sich bei diesem für ihn
einsetzen sollten. Doch eine Antwort kam nicht. "Nach Deinen
letzten Nachrichten bin ich aber wegen der erforderlichen
Garantie recht pessimistisch geworden. Ich kann auch vorerst
nichts Anderes tun als abwarten, ob vielleicht doch noch etwas bei
Onkel M. zu erreichen ist." schrieb er am 15. Juli 1940 an seine
Schwester. Ein weiteres Erschwernis war nun, dass die Erteilung
eines amerikanischen Visa von einem bestätigten Platz auf einem
Schiff abhängig gemacht wurde, diese aber auf Monate hinaus
ausgebucht waren. Fast in jedem Brief spricht Otto Rothschild nun
die Frage der Auswanderung an, z. B. auf welcher Route, ob über
See oder über die Mandschurei und Japan. Kontakt hatte er mit
der jüdischen Auswanderungsstelle in Stuttgart, die aber nur
wenig helfen konnte.

Nachdem die Mutter sicher in der Schweiz war, gewann das
Thema noch mehr an Bedeutung, zumal immer mehr Freunde und
Verwandte jetzt eilends Stuttgart und Deutschland verließen. Weil
sich die Auswanderung hinzog, entsprach er nun dem Wunsch der
neuen Hausbesitzerin in der Hegelstraße und suchte sich eine
andere Unterkunft. Vom 1. Juli 1941 an hatte er ein Zimmer zur
Untermiete in der Reinsburgstraße 107, einem Haus in jüdischem
Besitz, in dem nur Juden wohnten, einem "Judenhaus". Doch die
Chancen zur Auswanderung, dem rettenden Tor zur Freiheit,
wurden für Otto Rothschild immer geringer, denn der
amerikanische Onkel, schon länger krank, starb. Ob von dessen
Frau und Familie Hilfe zu erwarten war? Er schrieb am 21. Juni
1941 seiner Mutter: "Meine Hoffnungen auf eine baldige
Auswanderung sind jedoch ganz abgesehen von
Bürgschaftsfragen zurzeit auf dem Nullpunkt angelangt, denn
inzwischen ist eine Veränderung der Lage eingetreten." Die USA
standen vor dem Eintritt in den Zweiten Weltkrieg und schlossen
ihre Konsulate in Deutschland. Wären seine Papiere noch
unterwegs gewesen, hätte er vielleicht noch über die Schweiz ein
Visa in die USA bekommen können. Andere Länder wurden zur
letzten Hoffnung, wenn Hilfe aus den USA noch gekommen wäre.

Am 2. September 1941 schreibt er seiner Mutter: "Ich selbst denke
viel an die Auswanderung. Die Möglichkeiten schrumpfen aber
immer mehr zusammen." Und am 9. an seine Schwester:
"Verschiedene Umstände machen es jetzt erforderlich, dass ich
meine Auswanderungsangelegenheit sofort und ohne Verzug in
die Hand nehme. Die Vorarbeiten für Liberia werden von unserer
Auswanderungsstelle geleistet." 300 Dollar waren zunächst nötig.
"Ich bitte dich sofort, ... nach USA zu kabeln. Das Geld muss
irgendwie beschafft werden. Die Sache duldet nun keinen
Aufschub mehr." Seit dem 19. September 1941 musste er den
Judenstern tragen.

Am 24. September 1941 schrieb er nach Zürich: "Das Hauptthema
hier ist und bleibt die Auswanderung. Wer irgendwie Verwandte
und Bekannte hat, versucht alles Menschenmögliche, um seine
Auswanderung zu realisieren. Je früher diese erfolgen kann, je
besser ist es. Leider hat man bis jetzt nur von einzelnen Zusagen
von drüben gehört. Täglich geht ein ganzer Schwall von
Telegrammen hinaus. Die grosse Mehrzahl, darunter auch ich, ist
immer noch in Erwartung, was wenigstens das Gute hat, das man
immer noch hoffen darf." Andere hatten mehr Glück, weshalb er
am 6. Oktober 1941 verzweifelt feststellte: "Die Familie ist klein
geworden und der Rest ist auf der ganzen Welt zerstreut."

Seine Briefe werden immer dringlicher, so am 26. Oktober 1941:
"Ich muß immer wieder betonen, es ist nun höchste Zeit, dass
etwas geschieht. ... Die Zeit ist jedenfalls kostbar und was heute
noch möglich ist, kann in kurzer Zeit anders sein, selbst wenn
dann alle Voraussetzungen für die Auswanderung erfüllt sind.
Kurz nach seinem 50. Geburtstag am 15. November 1941 schrieb
er: "Von USA habe ich noch keine Antwort und selbst wenn ich
eine hätte, würde dies augenblicklich wenig ändern. Ob und wie
weit eine Auswanderung noch möglich ist, lässt sich im Moment
noch nicht sagen. Trotzdem ist es gut, etwas Positives in der Hand
zu haben, ganz abgesehen davon, dass für Viele, das Gefühl nicht
vergessen zu sein, schon eine grosse Erleichterung bedeuten
kann."

Alice Bloch hatte versucht, für ihren Bruder wenigstens eine
vorübergehende Einreisemöglichkeit in die Schweiz zu erreichen,
was nicht klappte. Dann wollte sie ihm mit ihren bescheidenen
Mitteln selbst noch ein Kubavisum verschaffen. Doch es war zu
spät. Am 6 .Dezember 1941 dankte er ihr für diesen "opfervollen
Beweis schwesterlicher Liebe", forderte sie aber auf, sich derzeit
nicht finanziell zu engagieren, da zur Zeit keine Ausreise möglich
sei und es dann sein könnte, dass sie ihr Geld trotzdem verliert.
Am 27. Dezember 1941 spricht er zum letzten Mal von
Auswanderung: "Meine Auswanderungspläne muss ich natürlich
jetzt ad acta legen, da keinerlei Ausreise mehr möglich ist." Am 1.
Dezember 1941 waren die ersten Stuttgarter Juden nach Riga
deportiert worden. Der Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg
brachte schnell auch die Post dorthin zum Erliegen. Zu den
wenigen Glücksmomenten in seinem Leben gehörten jetzt noch
die Päckchen mit Kaffee, Tee oder Schokolade, die aus der
Schweiz oder von dort veranlasst ihren Weg zu ihm fanden.

Die Deportation
Zum 1. März 1942 musste Otto Rothschild ein Zimmer in der
Kernerstr. 11, ebenfalls einem Judenhaus, beziehen. Am 18.
August teilte er seiner Familie mit, "dass ich in nächster Zeit eine
Reise antreten werde, die nun unaufschiebbar geworden ist. Wenn
Ihr nun einige Zeit nichts mehr von mir hören solltet, so seid
deswegen nicht in Sorge ..." Am 23. August 1942 wurde Otto
Rothschild zusammen mit vielen Verwandten und Freunden in das
Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Zuvor hatte er sich
dort für 15.000 Reichsmark einen Heimplatz kaufen müssen.
Gelegentlich erreichten seine Familie in Zürich noch Karten, in
denen er davon schrieb, dass es ihm ordentlich ginge, er Arbeit
habe und immer wieder Verwandte und Freunde treffen würde.
Hoffnung gab ihm jetzt nur noch die Post, die er von der Familie
erhielt.

Am 28. September 1944 wurde Otto Rothschild in das
Vernichtungslager Auschwitz weitertransportiert, wo er noch am
gleichen Tag in einer Gaskammer ermordet wurde. Unter diesem
Datum wurde er deshalb im Januar 1949 auch amtlich für tot
erklärt.

Die letzte bekannte Karte von Otto Rotschild an die Mutter und die
Schwester in Zürich stammt vom 14. August 1944:
...
Abgestempelt wurde sie in Berlin am 28. September 1944, dem
Tag des Weitertransports nach Auschwitz und seiner Ermordung:
...

Stolpersteine in Stuttgart-West
Am Kräherwald 271 Ottilie „Tilly“ Lahnstein
Augustenstr. 39 A Helene Luise „Nelly“ und Lisa Jordan
Augustenstr. 39B Emma und Paul Pick
Augustenstr. 49 Gertrud Haarburger
Augustenstr. 65 Amalie und Sandor Alter
Bebelstr. 29/2 Max Wagner
Bebelstr. 43/1 Anton Hummler
Bismarckstr. 77 Ella und Adolf Laemle
Bismarckstr. 79 Gustav Arnstein
Bismarckstr. 85 Paul Reis
Breitscheidstr. 35 Theresia, Charlotte und Betty Rosenfeld sowie
Charlotte Behr
Breitscheidstr. 49 Siegfried Fleursheimer
Dillmannstr. 19 Franziska „Fanny“ Oppenheim, Erna Strauß,
Elsa „Erika“ Landsberger und Elsa Erlebacher
Falkertstr. 88 Sophie Rosenthal, Johanna Harburger
Falkertstr. 103 Salomon und Gella Hess
Hasenbergsteige 79 Gottfried Hermann Wurz
Hegelstr.49 Otto Rothschild (NEU)
Hermannstr. 16 Benedikt und Frieda Kaufmann, Albert Levi
Hölderlinstr. 37 Leopold, Elisabeth, Fritz und Inge Einstein
Hölderlinstr. 53 Alfred, Trude und Annemarie Kahn
Johannesstr. 19 Viktor Epstein
Johannesstr. 40 Hermann Thalmessinger
Johannesstr. 66 Lina, Dr. Robert, Oskar und Ilse Bloch
Klopstockstraße 34A Siegfried Schwarzschild
Klopstockstr. 57 Mina und Julius Lindauer
Leuschnerstr. 47 Ludwig Levi
Leuschnerstr. 48B Heinrich Richheimer
Leuschnerstr. 51 Berta Rauner
Lindenspürstr. 30 Josefine Kroner, Paul und Klara Mayer
Lindenspürstr. 35 Meta Gerson
Reinsburgstr. 104 Mathilde und Rudolf Justitz
Reinsburgstr. 107 Hedwig Hirschfeld
Reuchlinstr. 9 Ferdinand, Moritz, Paula und Ludwig Fleischer
Rosenbergstr. 105 Norbert und Lucia Spielmann
Rosenbergstr. 119 Nathan und Albert Fröhlich
Rosenbergstr. 136B Julie und Gertrud Brandenburger
Rosenbergstr. 149 Hedwig Neuhäuser und Bertha Reis (NEU)
Schloß-Str. 54 Anna und Sally Ausübel, Max, Mathilde und Julius
Gailinger
Schloß-Str. 62 Salome Warscher
Schwabstr. 100 Lilly Röck
Schwabstraße 126 Hedwig und Bernhard Schreiber
Seyfferstr. 73 David, Elisabeth und Fanny Spielmann
Weimarstr. 17 Emil Rohrer
Weimarstr. 31 Hans, Jakob, Frieda und Hertha Jaffé
Die mit (NEU) gekennzeichneten Steine werden am 22./23. November 2011 verlegt

„EIN MENSCH IST ERST VERGESSEN, WENN SEIN NAME
VERGESSEN IST“
Stolpersteine bringen die Erinnerung an Opfer des NS-Regimes, also an
jüdische Mitbürger, politisch Andersdenkende, Homosexuelle,
Euthanasieopfer, Sinti und Zeugen Jehova, die ermordet wurden, wieder
dorthin zurück, wo sie zu Hause waren.
Damit die Initiative Stolpersteine Stuttgart-West dies auch weiterhin tun
kann, bitten wir um Unterstützung ...
... mit Ihrem Wissen
Stellen Sie uns ihre Erinnerungen an ehemalige Nachbarn, an Bekannte,
an Schulfreunde, Freunde und Verwandte zur Verfügung, die im
Nationalsozialismus ihr Leben verloren haben, denn nicht nur die
Namen, auch die Menschen sollen lebendig im Gedächtnis bleiben.
Briefe, andere Unterlagen und vor allem Fotografien sind für uns von
großer Bedeutung, zumal auch eine Stadtteil-Broschüre geplant ist.
... mit Ihrer Zeit
Erforschen Sie mit uns ehrenamtlich das Leben von Opfern aus dem
Stuttgarter Westen, beispielsweise in den Archiven in Stuttgart und
Ludwigsburg. Übernehmen Sie Führungen. Oder helfen Sie mit bei den
Verlegungen.
... mit Ihrer Spende
Für jeden Stolperstein muss die Initiative 120 Euro an Kosten
aufwenden. Dafür stellt Gunter Demnig den Stolperstein her und verlegt
ihn. Mit Ihrer Spende zu einem Stolperstein oder der Übernahme einer
Patenschaft für einen Stolperstein ermöglichen Sie uns, auf weitere
Opfer des Nationalsozialismus aufmerksam zu machen. Stolpersteine
sind Kleindenkmale, die nach der Verlegung in das Eigentum der Stadt
Stuttgart und ihrer Bürger übergehen.
Melden Sie sich bitte bei uns:
Kontakt über: Susanne Stephan, su-stephan@t-online.de
Weitere Informationen: http://www.stolpersteine-stuttgart.de

ZEITGENOSSE DEMNIG

Für die SWR-2-Reihe "Zeitgenossen" hat Andreas Langen mit Gunter Demnig, Erfinder der Stolpersteine, gesprochen...

 

Mehr hören

Podcast "gedenkworte" Akademie für gesprochenes Wort - Uta-Kutter- Stiftung und Initiative Stolpersteine Stuttgart-Ost

Das Sprecherensemble der Akademie für gesprochenes Wort spricht die Geschichte der Personen hinter den Stoplersteinen. Ein gemeinsames Projekt der Akademie für gesprochenes Wort und der Initiative Stolpersteine Stuttgart-Ost

 

Hier geht's zu allen Folgen

 

STOLPERBLICK - StolperKunst in Corona-Zeiten

Künstler*innen bleiben gerade auch in diesen Zeiten präsent und begegnen einem konkreten Stuttgarter Stolperstein oder einem anderen Ort, der in Stuttgart an die Verfolgungen in der NS-Zeit erinnert

 

http://www.stolperkunst.de/stolperblick-stolperkunst-in-coronazeiten/

 

Silke Arning auf SWR2 über das Los der Zwangsarbeiter im Lager auf der Schlotwiese

StolperKunst belebt Erinnerung

 

Logo StolperKunst

 

...ein Projekt der Stuttgarter Stolperstein-Initiativen gegen Geschichtsvergessenheit!

 

http://www.stolperkunst.de

Warum Stolpersteine?

Für Hannelore Levi und ihre Eltern Berta und Ernst, letztere 1942 in Riga ermordet, wurden im Herbst 2017 Stolpersteine in Stuttgart verlegt. Pip McCosh (*1965, Neuseeland), Tochter von Hannelore Levi (*1928, Stuttgart,  gest. 2012, Neuseeland) schrieb am 22. Januar 2018 eine e-mail, die anschaulich zeigt, dass Stolpersteine ihre Schleifen bis ins Hier und Jetzt ziehen...

 

Mehr lesen...

in der Reihe TÜBINGER JUDAISTISCHE STUDIEN erschienen:

Briefe zur JÜDISCHEN EHEVERMITTLUNG 1911-1921

 

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im November erschienen:

Unerwünscht

Mehr Infos

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Buchcover: "Behandlung empfohlen"

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Publikationen aus dem Stuttgarter Norden

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Broschüre „Der Killesberg unterm Hakenkreuz"
 

 

Broschüre JudenladenDer Stuttgarter "Judenladen": Ein fast vergessenes Stück Stuttgarter Stadtgeschichte
 

Mehr Infos

Die Geheime Staatspolizei in Württemberg und Hohenzollern

Ingrid Bauz, Sigrid Brüggemann, Roland Maier

Weitere Infos

Das jüdische Zwangsaltenheim in Eschenau und seine Bewohner

Herausgegeben von Martin Ulmer und Martin Ritter

Infos und Bezug

Aus dem KZ Theresienstadt: "Was mich aufrecht erhielt, war die Post ..."

Postkarten aus Theresienstadt von Gertrud Nast-Kolb an ihre Tochter Ilse in Stuttgart (1944-1945)

Was mich aufrecht erhielt, war die Post... Titelblatt

 

heraus-gegeben von Margot Weiß

 

 

Infos und Bezug

Verlegt

Krankenmorde 1940-41 am Beispiel der Region Stuttgart
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heraugegeben von Elke Martin

 

 

 

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Neu aufgelegt: Spuren vergessener Nachbarn

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Das
Stuttgarter
Stolpersteinbuch
 

 

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Ernst Köhler

im August 1940 in Grafeneck ermordet - weil er krank war
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Walter, Hanna, Sofie, Rose, Erich, Auguste, Albert und Werner Levi

die ganze Familie wurde von den Nazis auf erschreckend gründliche Weise vernichtet weiter

Max und Mathilde Henle

Letzter frei gewählter Wohnort:
Hohentwielstrasse 146 B, Stuttgart Süd

Lydia Heilborn und ihre Tochter Gertrud

die Tochter in Grafeneck ermordet, die Mutter in Theresienstadt weiter

Hermine Wertheimer

zwangsevakuiert, deportiert und enteignet weiter