Stolperstein für Sophie Findling

Neue Straße 14c

Sophie Findling, Jahrgang 1891, war verheiratet und hatte ein Kind. Die Familie lebte in der Neuen Straße 14c. Vom Oktober 1919 bis zum Februar 1920 musste sie sich wegen einer psychischen Erkrankung im Bürgerhospital behandeln lassen. Von dort wurde sie für den Rest ihres Lebens in die Heilanstalt Winnental (heute: Zentrum für Psychiatrie Winnenden) eingewiesen.

Im Herbst 1939 planten die Regierungen in Berlin und Stuttgart die Beseitigung der Kranken in den Heilanstalten des Landes. Das sollte die Gesundheitsstatistik schönen, vor allem aber Betten und Personal für Lazarette freisetzen. Allein aus Winnental fielen dieser Mordaktion 380 Menschen zum Opfer.
Am 30. Mai 1940 brachte der berüchtigte "Graue Bus" Sophie Findling zusammen mit weiteren Patienten in die Tötungsanstalt Grafeneck auf der Münsinger Alb. Dort wurden sie noch am gleichen Tag in der Gaskammer ermordet.

Der Stolperstein für Sophie Findling wurde am 12. April 2011 verlegt.
Die Inschrift lautet:
    HIER WOHNTE
    SOPHIE FINDLING
    JG. 1891
    EINGEWIESEN 1920
    HEILANSTALT WINNENTAL
    ERMORDET 30.5.1940
    GRAFENECK
    AKTION T4

Recherche und Text: Stolperstein-Initiative Stgt-Ost

 

StolperKunst belebt Erinnerung

 

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...ein Projekt der Stuttgarter Stolperstein-Initiativen gegen Geschichtsvergessenheit!

 

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Warum Stolpersteine?

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in der Reihe TÜBINGER JUDAISTISCHE STUDIEN erschienen:

Briefe zur JÜDISCHEN EHEVERMITTLUNG 1911-1921

 

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