Typisch "Zigeuner"? - Mythos und Wirklichkeit

Eine Ausstellung des Verbandes Deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg vom 12. Februar bis 15. März 2013 (jeweils montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr) im Stuttgarter Rathaus (Erdgeschoss)

Am 15. März 2013 jährt sich zum siebzigsten Mal die große Deportation von Sinti und Roma aus Württemberg und Baden mit Ausgangspunkt Stuttgarter Nordbahnhof. Nahezu die Hälfte der Deportierten waren Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. Diese Deportation war Bestandteil der rassistischen Vernichtungspolitik der Nazis, die nur etwa zehn Prozent der seit Jahrhunderten in Mitteleuropa ansässigen Sinti und Roma überlebten. Nach dem Untergang des NS-Regimes wurden die Sinti und Roma weiterhin diskriminiert und verfolgt.

Das Gedenk-Datum 15. März 1943 nimmt die Fraktionsgemeinsschaft SÖS und Linke im Stadtrat Stuttgart gemeinsam mit der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V. und mit Unterstützung von B90/Grüne und der SPD im Stadtrat sowie der AnStifter e.V. und Zeichen der Erinnerung e.V. zum Anlass, die Ausstellung „Typisch ,Zigeuner’?“ im Stuttgarter Rathaus zu zeigen. Diese Ausstellung zeigt die tradierten Vorurteile und Ausgrenzungen gegen Sinti und Roma (Antiziganismus) und geht auf deren heutige Lebenssituation ein.

Ein Begleitprogramm mit Veranstaltungen zur Ausstellung soll der Forderung Nachdruck verleihen, dass die Sinti und Roma als nationale Minderheit anerkannt und ihre gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft realisiert wird.

Donnerstag, 14. Februar 2013, 17 Uhr
Stuttgarter Rathaus, Erdgeschoss

Ausstellungseröffnung
Grußwort der Stadt Stuttgart:
Bürgermeisterin für Soziales, Jugend und
Gesundheit Isabel Fezer
Grußwort der Initiative Lern- und Gedenkort
Hotel Silber e.V. Elke Martin, Autorin des Buchs
„Verlegt – Die Krankenmorde am Beispiel der
Region Stuttgart“
Grußwort der Fraktionsgemeinschaft SÖS und Linke,
Ulrike Küstler, Stadträtin
Einführung in die Ausstellung
Daniel Strauß, Vorsitzender des Verbands
Deutscher Sinti und Roma - Landesverband
Baden-Württemberg
Musikalische Begleitung Andreas Fetzer, Gitarre
Führungen durch die Ausstellung
Montag und Freitag von 16 bis 18 Uhr.
Führungen für Gruppen und Schulklassen nach
Anmeldung unter 07117/216-60778 oder -60779.
Freitag, 22. Februar 2013, 18.30 Uhr
Stuttgarter Rathaus, großer Sitzungssaal

Willkommen Zuhause
Die Filmemacherin Eliza Petkova zeigt ihren Film über
die Abschiebungen von Roma in den Kosovo und beantwortet
Fragen.
Werner Baumgarten, „Asylpfarrer“ und Landesbeauftragter
im Migrationsdienst der evangelischen Landeskirche,
beleuchtet die aktuelle Situation im Land und
in Stuttgart.
Donnerstag, 14. März 2013, 18.30 Uhr
Stuttgarter Rathaus, Mensa, 4. Obergeschoss

Sinti und Roma in unserer Mitte
Vortrag zum Abschluss der Ausstellung
Daniel Strauß, Vorsitzender des Verbands
Deutscher Sinti und Roma – Landesverband
Baden-Württemberg
Musik bis 21.30 Uhr
Trio Sintijazz mit Gismo Graf
Drei weitere Veranstaltungen:
Mittwoch, 27. Februar, 19.30 Uhr
Stadtbibliothek am Mailänder Platz

Zeitgeschichte samt Zigeunerklischee:
die Sinti und Roma im „Dritten Reich“

Erinnerungskultur – Erinnerungskonflikte:
Ulrich Enzensberger, Stephan Janker und Daniel Strauß
im Gespräch mit Sybille Thelen, Landes-zentrale für
politische Bildung Baden-Württemberg
Donnerstag, 7. März 2013, 19.30 Uhr
Burgenlandstraße 29

Familie Reinhardt aus Feuerbach –
Endstation Auschwitz-Birkenau

Vortrag von Elke Martin
Eine Veranstaltung der Stadtteilbibliothek Feuerbach
mit den AnStiftern e.V. und der Friedensinitiative
Feuerbach
Freitag, 15. März, 13.30 bis 14.30 Uhr
Nordbahnhof, Umfriedstraße

Zeichen der Erinnerung -
Gedenkveranstaltung

mit Prof. Roland Ostertag,
Bürgermeister Dr. Martin Schairer, Prälat a.D. Martin
Klumpp und Daniel Strauß

Informationen auch unter www.typisch-zigeuner.de

StolperKunst belebt Erinnerung

 

Logo StolperKunst

 

...ein Projekt der Stuttgarter Stolperstein-Initiativen gegen Geschichtsvergessenheit!

 

http://www.stolperkunst.de

Warum Stolpersteine?

Für Hannelore Levi und ihre Eltern Berta und Ernst, letztere 1942 in Riga ermordet, wurden im Herbst 2017 Stolpersteine in Stuttgart verlegt. Pip McCosh (*1965, Neuseeland), Tochter von Hannelore Levi (*1928, Stuttgart,  gest. 2012, Neuseeland) schrieb am 22. Januar 2018 eine e-mail, die anschaulich zeigt, dass Stolpersteine ihre Schleifen bis ins Hier und Jetzt ziehen...

 

Mehr lesen...

in der Reihe TÜBINGER JUDAISTISCHE STUDIEN erschienen:

Briefe zur JÜDISCHEN EHEVERMITTLUNG 1911-1921

 

Info von Rainer Redies

im November erschienen:

Unerwünscht

Mehr Infos

im Januar erschienen:

Buchcover: "Behandlung empfohlen"

Jetzt bestellen...

Publikationen aus dem Stuttgarter Norden

Else-Kahn-Broschüre Broschüre über „Else Kahn, geb. Jeselsohn. Nachgetragene Würde – nachgetragene Liebe. Eine Lebensgeschichte“

 

Broschüre „Der Killesberg unterm Hakenkreuz"
 

 

Broschüre JudenladenDer Stuttgarter "Judenladen": Ein fast vergessenes Stück Stuttgarter Stadtgeschichte
 

Mehr Infos

Die Geheime Staatspolizei in Württemberg und Hohenzollern

Ingrid Bauz, Sigrid Brüggemann, Roland Maier

Weitere Infos

Das jüdische Zwangsaltenheim in Eschenau und seine Bewohner

Herausgegeben von Martin Ulmer und Martin Ritter

Infos und Bezug

Aus dem KZ Theresienstadt: "Was mich aufrecht erhielt, war die Post ..."

Postkarten aus Theresienstadt von Gertrud Nast-Kolb an ihre Tochter Ilse in Stuttgart (1944-1945)

Was mich aufrecht erhielt, war die Post... Titelblatt

 

heraus-gegeben von Margot Weiß

 

 

Infos und Bezug

Verlegt

Krankenmorde 1940-41 am Beispiel der Region Stuttgart
buchumschlag-verlegt-elke

 

heraugegeben von Elke Martin

 

 

 

Info und Bestellung

Neu aufgelegt: Spuren vergessener Nachbarn

Titel Stolpersteinbuch
Das
Stuttgarter
Stolpersteinbuch
 

 

 Info und Bestellung

Ernst Köhler

im August 1940 in Grafeneck ermordet - weil er krank war
weiter

Walter, Hanna, Sofie, Rose, Erich, Auguste, Albert und Werner Levi

die ganze Familie wurde von den Nazis auf erschreckend gründliche Weise vernichtet weiter

Max und Mathilde Henle

Letzter frei gewählter Wohnort:
Hohentwielstrasse 146 B, Stuttgart Süd

Lydia Heilborn und ihre Tochter Gertrud

die Tochter in Grafeneck ermordet, die Mutter in Theresienstadt weiter

Hermine Wertheimer

zwangsevakuiert, deportiert und enteignet weiter