Karl Holzlehner
Karl Holzlehner
JG. 1901
Talheimerstr.11
Verurteilt wegen Hochverrat 7.12.1937
Zuchthaus Ludwigsburg
Tot 3.4.1948 an Haftfolgen
Karl Holzlehner war NS-Gegner und Mitglied der KPD. Er wurde 1935 verhaftet und 1937 zu 3 Jahren Zuchthaus verurteilt (die 2 Jahre Untersuchungshaft wurden angerechnet.) Als er am 8.12.1938 aus dem Zuchthaus Ludwigsburg entlassen wurde, war seine Gesundheit zerrüttet. Er konnte nicht mehr in seinem gelernten Beruf als Maschinenschlosser arbeiten, sondern nahm eine schlechter bezahlte Arbeit als Bürobote an. Er war ständig in ärztlicher Behandlung, wurde aber nicht geröntgt, so dass nie herauskam, was ihm wirklich fehlte. Als er schließlich 1948 ins Krankenhaus kam und offene Lungen- und Nierentuberkulose festgestellt wurde, starb er nach wenigen Tagen. Um seine Familie mit den 2 Kindern zu ernähren, hatte er sich bis zuletzt in die Arbeit geschleppt. Die Familie war kurz vor seinem Tod in die Talheimerstr. 11 nach Zuffenhausen-Rot gezogen. Aber bald schon konnte die Witwe die ständigen Schikanen der ehemaligen SS in Rot nicht mehr ertragen und stellte einen Antrag auf Umzugsbeihilfe. Trotz eines entsprechenden ärztlichen Gutachtens wurde die Krankheit Karl Holzlehners nicht als Haftfolge anerkannt und die Entschädigung fiel entsprechend gering aus.
Mai 2009 / Inge Möller, Zuffenhausen
Die Geheime Staatspolizei in Württemberg und Hohenzollern
Ingrid Bauz, Sigrid Brüggemann, Roland Maier
Das jüdische Zwangsaltenheim in Eschenau und seine Bewohner
Herausgegeben von Martin Ulmer und Martin Ritter
Aus dem KZ Theresienstadt: "Was mich aufrecht erhielt, war die Post ..."
Postkarten aus Theresienstadt von Gertrud Nast-Kolb an ihre Tochter Ilse in Stuttgart (1944-1945)
heraus-gegeben von Margot Weiß
Publikationen aus dem Stuttgarter Norden
1. Broschüre „Der Killesberg unterm Hakenkreuz"
2. Der Stuttgarter "Judenladen": Ein fast vergessenes Stück Stuttgarter Stadtgeschichte
Verlegt
Krankenmorde 1940-41 am Beispiel der Region Stuttgart
heraugegeben von Elke Martin
Ernst Köhler
im August 1940 in Grafeneck ermordet - weil er krank war
weiter
Walter, Hanna, Sofie, Rose, Erich, Auguste, Albert und Werner Levi
die ganze Familie wurde von den Nazis auf erschreckend gründliche Weise vernichtet weiter
Max und Mathilde Henle
Letzter frei gewählter Wohnort:
Hohentwielstrasse 146 B, Stuttgart Süd
Lydia Heilborn und ihre Tochter Gertrud
die Tochter in Grafeneck ermordet, die Mutter in Theresienstadt weiter
Hermine Wertheimer
zwangsevakuiert, deportiert und enteignet weiter



