Buch zum Kunstprojekt

Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 08.05.2007:

Buch zum Kunstprojekt
Stuttgarter Stolpersteine und ihr Hintergrund

 
"Ein Kunstprojekt füllt Gedächtnislücken" lautet der Untertitel eines Buchs, in dem erstmals die Arbeit der elf Stuttgarter Stolperstein-Initiativen dargestellt wird.

VON BARBARA CZIMMER-GAUSS

Stolperstein-Initiativen, die Anstifter, sie alle tragen zu dem bürgerschaftlichen Projekt "Stuttgarter Stolpersteine", so auch der Buchtitel, gegen das Vergessen bei. Unter ihnen beispielsweise der Künstler Gunter Demnig, der berichtet, wie die Stolpersteine nach Stuttgart kamen. Viele Autoren haben ihren Teil zum Buch beigetragen, ein ausführlicher Anhang dient als Wegweiser zu den in Stuttgart verlegten Steinen und zeichnet Recherchepfade nach.

Bis 1933 lebten in Stuttgart Juden und Christen friedlich zusammen. Zwischen 1941 und 1943 wurden mehr als 2000 Stuttgarter in drei Sammellagern auf dem Killesberg zusammengepfercht und vom Nordbahnhof aus in Vernichtungslager verschleppt. Heute erinnern Stolpersteine, Messingtafeln im Bürgersteig, an das Leben jener Opfer, deren Lebensläufe und Daten dokumentiert werden konnten.

Das im Markstein-Verlag veröffentlichte Buch zeichnet 31 Schicksale nach, berichtet über die vier Geschwister Kurz, die als Sinti-Kinder aus der Fürsorge in die Vernichtung geführt wurden, an den Widerstandskämpfer Jakob Kraus, an das jüdische Ehepaar Martha und Julius Baer und viele andere. Es ist keine leichte Lektüre, aber eine wichtige: Sie mahnt Erinnerung an, um eine Wiederholung auszuschließen.

Heute verlegt Gunter Demnig in sieben Stadtteilen 23 weitere Stolpersteine zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Um 12 Uhr findet ein Empfang mit Bürgermeisterin Gabriele Müller-Trimbusch im Herdweg 45 statt. Buchbestellungen an Peter-Grohmann@Die-Anstifter.de
 
Aktualisiert: 08.05.2007, 06:19 Uhr

StolperKunst belebt Erinnerung

 

Logo StolperKunst

 

...ein Projekt der Stuttgarter Stolperstein-Initiativen gegen Geschichtsvergessenheit!

 

http://www.stolperkunst.de

Warum Stolpersteine?

Für Hannelore Levi und ihre Eltern Berta und Ernst, letztere 1942 in Riga ermordet, wurden im Herbst 2017 Stolpersteine in Stuttgart verlegt. Pip McCosh (*1965, Neuseeland), Tochter von Hannelore Levi (*1928, Stuttgart,  gest. 2012, Neuseeland) schrieb am 22. Januar 2018 eine e-mail, die anschaulich zeigt, dass Stolpersteine ihre Schleifen bis ins Hier und Jetzt ziehen...

 

Mehr lesen...

in der Reihe TÜBINGER JUDAISTISCHE STUDIEN erschienen:

Briefe zur JÜDISCHEN EHEVERMITTLUNG 1911-1921

 

Info von Rainer Redies

im November erschienen:

Unerwünscht

Mehr Infos

im Januar erschienen:

Buchcover: "Behandlung empfohlen"

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Publikationen aus dem Stuttgarter Norden

Else-Kahn-Broschüre Broschüre über „Else Kahn, geb. Jeselsohn. Nachgetragene Würde – nachgetragene Liebe. Eine Lebensgeschichte“

 

Broschüre „Der Killesberg unterm Hakenkreuz"
 

 

Broschüre JudenladenDer Stuttgarter "Judenladen": Ein fast vergessenes Stück Stuttgarter Stadtgeschichte
 

Mehr Infos

Die Geheime Staatspolizei in Württemberg und Hohenzollern

Ingrid Bauz, Sigrid Brüggemann, Roland Maier

Weitere Infos

Das jüdische Zwangsaltenheim in Eschenau und seine Bewohner

Herausgegeben von Martin Ulmer und Martin Ritter

Infos und Bezug

Aus dem KZ Theresienstadt: "Was mich aufrecht erhielt, war die Post ..."

Postkarten aus Theresienstadt von Gertrud Nast-Kolb an ihre Tochter Ilse in Stuttgart (1944-1945)

Was mich aufrecht erhielt, war die Post... Titelblatt

 

heraus-gegeben von Margot Weiß

 

 

Infos und Bezug

Verlegt

Krankenmorde 1940-41 am Beispiel der Region Stuttgart
buchumschlag-verlegt-elke

 

heraugegeben von Elke Martin

 

 

 

Info und Bestellung

Neu aufgelegt: Spuren vergessener Nachbarn

Titel Stolpersteinbuch
Das
Stuttgarter
Stolpersteinbuch
 

 

 Info und Bestellung

Ernst Köhler

im August 1940 in Grafeneck ermordet - weil er krank war
weiter

Walter, Hanna, Sofie, Rose, Erich, Auguste, Albert und Werner Levi

die ganze Familie wurde von den Nazis auf erschreckend gründliche Weise vernichtet weiter

Max und Mathilde Henle

Letzter frei gewählter Wohnort:
Hohentwielstrasse 146 B, Stuttgart Süd

Lydia Heilborn und ihre Tochter Gertrud

die Tochter in Grafeneck ermordet, die Mutter in Theresienstadt weiter

Hermine Wertheimer

zwangsevakuiert, deportiert und enteignet weiter