Sofie Rosenfelder, geb. Ledermann
Haußmannstr. 6

Hilsbach – Weiler ist heute Stadtteil v. Sinsheim an dem Flüsschen Elsenz,der höchstgelegenen Amtstadt des Kraichgaus. Aus der Ortschronik:
„Juden in Sinsheim sind bereits für das 14. und 15. Jahrhundert belegt.Rosenfelder Sofie
 Die neuzeitliche Gemeinde bildete sich jedoch erst im Lauf des 18. Jahrhunderts und wuchs in dem Maß, in dem die jüdischen Gemeinden in den umliegenden Orten einen Rückgang zu verzeichnen hatten. 1827 wurde Sinsheim Sitz eines Bezirksrabbinats für die umliegenden Orte. (…) Die in mühsamer, 10 jährigen Bauzeit errichtete Synagoge, steht heute nicht mehr. Die Gemeinde hatte 1890 mit knapp 150 Personen ihren höchsten Mitgliederstand, ging dann jedoch durch Ab- und Auswanderung bis 1933 auf rund 70 Personen zurück, von denen etwa die Hälfte noch auswandern konnte, während die zurückgebliebene Hälfte durch die Judenverfolgung den Tod fand.“

Es wurden bis heute zur Person von Sofie Rosenfelder keine Restitutionsakten gefunden. - Der o. a. Text stammt aus Wikipedia

Gerhard Götze, Gebhard Klehr.
Der Gedenkstein wurde finanziert und verlegt durch Initiative Stuttgart-Ost am 10.10.2003.
 

Aus dem Buch: "Wann wohl das Leid ein Ende hat", von Ilse Weber, heraugegeben von Ulrike Migdal, Carl Hanser Verlag, München, 2008 ",

Ilse Weber ist in Theresienstadt ermordet worden.

Das ist der Weg nach Theresienstadt

Das ist der Weg nach Theresienstadt,
den Tausende mühsam beschritten,
und jeder von all den Tausenden hat
das gleiche Unrecht erlitten.

Sie gingen ihn mit gesenktem Haupt,
den Davidstern über dem Herzen,
die müden Füße wund und bestaubt,
die Seelen zerquält von Schmerzen.

Von schwerer Bürde zerschunden die Hand,
getrieben von rauhen Befehlen,
o endloser Weg im Sonnenbrand,
mit durstgepeinigten Kehlen.

Das ist der Weg nach Theresienstadt,
der unser Herzblut getrunken,
wo sterbend auf den steinigen Pfad
manch müder Greis gesunken.

Es ist ein Weg voller Elend und Grauen,
wo Ströme von Tränen geflossen,
die klagende Kinder und stöhnende Frauen
in hilflosem Jammer vergossen.

Hier wankten Greise mit irrem Blick
im ergebenen Trott der Herde.
Wieviele gehn nie mehr den Weg zurück,
denn gnädig umschließt sie die Erde.

Das ist auch der Weg, den hinab mit Hast,
laut dröhnend rollten die Wagen,
die unablässig die ächzende Last,
die Totgeweihten, getragen.

Das ist der Weg nach Theresienstadt,
mit Leiden ungemessen,
und wer ihn einmal gesehen hat,
der wird ihn nie mehr vergessen.

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