Stolpersteine beschmiert

Artikel aus der STUTTGARTER ZEITUNG vom 26.03.2008:

Stolpersteine beschmiert

Unbekannte haben mehrere Stolpersteine, die an ermordete Juden und Sinti erinnern, verunstaltet. Erst am 14. und 15. März hatte der Kölner Künstler Gunter Demnig rund 70 neue Stolpersteine in verschiedenen Stuttgarter Stadtteilen verlegt. Jetzt sind in der Felix-Dahn-Straße in Degerloch zwei dieser Steine, die an die Ermordung von Alice und Richard Vogel durch die Nationalsozialisten erinnern, mit Farbe beschmiert worden. Mit einer Schablone wurde außerdem der Schriftzug "Stoppt Israel" auf den Gehweg gesprüht. Ein Polizeisprecher erklärte, auch am Königsträßle und in der Waldstraße seien Stolpersteine beschmiert und sei die Umgebung mit Graffiti versehen worden. Auf den oder die Täter gebe es zurzeit noch keine Hinweise: "Wir gehen von einem politisch motivierten Hintergrund aus", erklärte der Polizeisprecher. Ob die Täter aber aus der rechtsextremen Szene stammten, sei offen - denkbar seien auch Islamisten, die gegen die israelische Politik Stimmung machen wollten.

Bereits im vergangenen Jahr wurde ein Dutzend Stolpersteine beschmiert: Zwischen Ende Juli und dem 3. August wurden bei der Polizei sieben Fälle angezeigt. Es könnte sich jetzt um denselben Täter handeln. Peter Grohmann vom Bürgerprojekt Anstifter hat Strafantrag gegen unbekannt gestellt. Er geht davon aus, dass es sich um Schmierereien von Rechtsradikalen handelt. In Stuttgart wurden im Rahmen des Stolperstein-Projektes bisher rund 350 Steine verlegt. Sie erinnern an die früheren Bewohner, die durch die Nationalsozialisten starben.jan
 
Aktualisiert: 26.03.2008 05:27 Uhr
 

 

StolperKunst belebt Erinnerung

 

Logo StolperKunst

 

...ein Projekt der Stuttgarter Stolperstein-Initiativen gegen Geschichtsvergessenheit!

 

http://www.stolperkunst.de

Warum Stolpersteine?

Für Hannelore Levi und ihre Eltern Berta und Ernst, letztere 1942 in Riga ermordet, wurden im Herbst 2017 Stolpersteine in Stuttgart verlegt. Pip McCosh (*1965, Neuseeland), Tochter von Hannelore Levi (*1928, Stuttgart,  gest. 2012, Neuseeland) schrieb am 22. Januar 2018 eine e-mail, die anschaulich zeigt, dass Stolpersteine ihre Schleifen bis ins Hier und Jetzt ziehen...

 

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Briefe zur JÜDISCHEN EHEVERMITTLUNG 1911-1921

 

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Broschüre JudenladenDer Stuttgarter "Judenladen": Ein fast vergessenes Stück Stuttgarter Stadtgeschichte
 

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Die Geheime Staatspolizei in Württemberg und Hohenzollern

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Das jüdische Zwangsaltenheim in Eschenau und seine Bewohner

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Aus dem KZ Theresienstadt: "Was mich aufrecht erhielt, war die Post ..."

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Was mich aufrecht erhielt, war die Post... Titelblatt

 

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Krankenmorde 1940-41 am Beispiel der Region Stuttgart
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Ernst Köhler

im August 1940 in Grafeneck ermordet - weil er krank war
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Walter, Hanna, Sofie, Rose, Erich, Auguste, Albert und Werner Levi

die ganze Familie wurde von den Nazis auf erschreckend gründliche Weise vernichtet weiter

Max und Mathilde Henle

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Lydia Heilborn und ihre Tochter Gertrud

die Tochter in Grafeneck ermordet, die Mutter in Theresienstadt weiter

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zwangsevakuiert, deportiert und enteignet weiter