Gegen das Vergessen
 

Entstehung der Initiative Stolpersteine

Am 8. November 1998, am Vorabend des 60. Jahrestages der Pogromnacht vom 9. November 1938, luden Kirchengemeinden des Stuttgarter Ostens zu einem Gedenkweg ein, der Orte erfahrbar machen sollte, Ausgangspunkte für Verfolgung und Vernichtung ehemaliger jüdischer Nachbarn, aber auch Orte, an denen Überleben möglich wurde.

An der Gedenkveranstaltung nahmen rund hundert vorwiegend ältere Menschen aus dem Stuttgarter Osten teil. Ein Gespräch am Ende des Abends kreiste um die Frage: Wo wird in unserem Stadtteil an die ermordeten jüdischen Nachbarn erinnert? Einig war sich die Runde, dass das Gedächtnis des Stadtteils nicht nur an Jahrestagen aufleben sollte. Doch was wäre eine ?richtige? Form des Gedenkens?

Es entstand die Idee, eine Initiative zu gründen, die den ? vorläufigen ? Namen Initiative Stolperstein Stuttgart-Ost trägt. Der Gründerkreis bestand aus acht Personen, viele weitere Interessierte sind inzwischen dazu gestoßen, etliche neue Initiativen haben sich in Stuttgart gegründet.