Die Namen der Toten

Bei Recherchen über die Zeit des Nationalsozialismus tauchen immer wieder Fragen nach den Namen der Toten auf, den Namen jener Menschen, die aus Stuttgart stammen, die von hier aus deportiert und dann ermordet wurden, die nach Stuttgart verschleppt und hier getötet wurden oder die als Folge von Verfolgung, Haft, Kriegsgefangenschaft, Sklavenarbeit und Folter in der Stadt starben. Selten finden sich Namenslisten mit näheren Angaben über in Stuttgart ums Leben gebrachte Säuglinge und Kinder von Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeiterinnen, kaum Hinweise auf Opfer, die als angebliche oder tatsächliche Kriminelle getötet wurden, ebenso wenig auf Menschen, die wegen Wehrkraftzersetzung und anderer Delikte ermordet wurden. Kaum zugänglich oder unvollständig sind Hinweise auf Euthanasie-Opfer, auf Menschen, die wegen ihrer Krankheiten, ihrer Religion, getötet wurden, auf Sinti und Roma, auf Menschen, die man während der (Luft)angriffe nicht in Bunker ließ. Manche Namen und Daten sind fehlerhaft, unvollständig und widersprüchlich, öffentlich zugängliche (elektronische) Dateien gibt es offenbar nicht.
 
Die AnStifter, die auch aktiv bei den Stolpersteinen mitarbeiten, sind seit Herbst 2005 unter der Verantwortung und Leitung von Beate Müller dabei, verschiedene Quellen zu öffnen, zusammenzuführen, die Namen möglichst aller Opfer zu erfassen, neue Quellen zu erschließen, Widersprüche zu klären, bisherige Daten zu korrigieren oder zu ergänzen und neue Daten aufzunehmen. Diese Arbeit ist überfällig.
 
Jedes Jahr am 8. oder 9. November werden am Stuttgarter Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus ?Die Namen der Toten? gelesen. Viele hundert Namen sind seither diesem Totenbuch hinzugefügt worden, auch dank der Recherchearbeit der Stolperstein-Initiativen. Zum gleichen Zeitpunkt werden in Schulen des Landes ?Texte gegen das Vergessen? gelesen. Schreiben Sie uns, wenn Sie mitlesen möchten oder Ideen haben.
 
Die AnStifter. Koordination Peter Grohmann Olgastr. 1 A  70182 Stuttgart T 0711 2 48 56 77  peter-grohmann@die-anstifter.de 
 
 

StolperKunst belebt Erinnerung

 

Logo StolperKunst

 

...ein Projekt der Stuttgarter Stolperstein-Initiativen gegen Geschichtsvergessenheit!

 

http://www.stolperkunst.de

Warum Stolpersteine?

Für Hannelore Levi und ihre Eltern Berta und Ernst, letztere 1942 in Riga ermordet, wurden im Herbst 2017 Stolpersteine in Stuttgart verlegt. Pip McCosh (*1965, Neuseeland), Tochter von Hannelore Levi (*1928, Stuttgart,  gest. 2012, Neuseeland) schrieb am 22. Januar 2018 eine e-mail, die anschaulich zeigt, dass Stolpersteine ihre Schleifen bis ins Hier und Jetzt ziehen...

 

Mehr lesen...

in der Reihe TÜBINGER JUDAISTISCHE STUDIEN erschienen:

Briefe zur JÜDISCHEN EHEVERMITTLUNG 1911-1921

 

Info von Rainer Redies

im November erschienen:

Unerwünscht

Mehr Infos

im Januar erschienen:

Buchcover: "Behandlung empfohlen"

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Publikationen aus dem Stuttgarter Norden

Else-Kahn-Broschüre Broschüre über „Else Kahn, geb. Jeselsohn. Nachgetragene Würde – nachgetragene Liebe. Eine Lebensgeschichte“

 

Broschüre „Der Killesberg unterm Hakenkreuz"
 

 

Broschüre JudenladenDer Stuttgarter "Judenladen": Ein fast vergessenes Stück Stuttgarter Stadtgeschichte
 

Mehr Infos

Die Geheime Staatspolizei in Württemberg und Hohenzollern

Ingrid Bauz, Sigrid Brüggemann, Roland Maier

Weitere Infos

Das jüdische Zwangsaltenheim in Eschenau und seine Bewohner

Herausgegeben von Martin Ulmer und Martin Ritter

Infos und Bezug

Aus dem KZ Theresienstadt: "Was mich aufrecht erhielt, war die Post ..."

Postkarten aus Theresienstadt von Gertrud Nast-Kolb an ihre Tochter Ilse in Stuttgart (1944-1945)

Was mich aufrecht erhielt, war die Post... Titelblatt

 

heraus-gegeben von Margot Weiß

 

 

Infos und Bezug

Verlegt

Krankenmorde 1940-41 am Beispiel der Region Stuttgart
buchumschlag-verlegt-elke

 

heraugegeben von Elke Martin

 

 

 

Info und Bestellung

Neu aufgelegt: Spuren vergessener Nachbarn

Titel Stolpersteinbuch
Das
Stuttgarter
Stolpersteinbuch
 

 

 Info und Bestellung

Ernst Köhler

im August 1940 in Grafeneck ermordet - weil er krank war
weiter

Walter, Hanna, Sofie, Rose, Erich, Auguste, Albert und Werner Levi

die ganze Familie wurde von den Nazis auf erschreckend gründliche Weise vernichtet weiter

Max und Mathilde Henle

Letzter frei gewählter Wohnort:
Hohentwielstrasse 146 B, Stuttgart Süd

Lydia Heilborn und ihre Tochter Gertrud

die Tochter in Grafeneck ermordet, die Mutter in Theresienstadt weiter

Hermine Wertheimer

zwangsevakuiert, deportiert und enteignet weiter