In Erinnerung an Eugen Spilger

Eine StolperKunst-Aktion hat in Zuffenhausen am 8. Mai 2019, dem Jahrestag des Kriegsendes, an Eugen Spilger erinnert

Eugen Spilger wurde nur wenige Tage vor Kriegsende erschossen. Er hatte genug vom Krieg, wollte nicht mehr als Volkssturmmann sein Leben aufs Spiel setzen, wollte heim zu seiner Familie. Die Nazis ermordeten ihn deshalb als „Vaterlandsverräter“. Mehr zum Schicksal von Eugen Spilger finden Sie hier:  https://www.stolpersteine-stuttgart.de/index.php?docid=784&mid=0

Schüler/innen der Klasse 9a der Bertha-von-Suttner-Schule haben unter der Regie von Anne von der Vring ein Straßentheater aufgeführt, in dem die letzten Stunden von Eugen Spilger nachgezeichnet wurden. Der SWR hat über diese Aktion berichtet. Der Bericht beginnt ab Minute 5:55:
https://swrmediathek.de/player.htm?show=60850070-71b1-11e9-a7ff-005056a12b4c

Die Aktion begann am 8. Mai 2019 um 17:00 Uhr auf dem  Erich-Schuler-Platz an der Treppe zur Pauluskirche. Das Theaterstück ging weiter in der Colmarerstr.19, wo Eugen Spilger gewohnt hatte  und wo ein Stolperstein an ihn erinnert. Die Aktion endete schließlich vor der Zehntscheuer.

Dort begann um 18:00 Uhr eine Veranstaltung zum Thema, bei der Anne von der Vring Gedichte las, Inge Möller über den Terror der Nazis bis zur letzten Stunde und über Handlungsmöglichkeiten in einer Diktatur sprach. Diethard Möller stellte in seinem Beitrag Bezüge zu heutigen Kriegen her. 

Veranstalter:
Zukunftswerkstatt Zuffenhausen e.V. in Zusammenarbeit mit der Initiative StolperKunst.

Kontakt für Nachfragen:
Inge Möller, 071594205761
Harald Stingele, 0711-467066

Die Entwicklung des Theaterstücks wurde gefördert vom Innovationsfonds Kunst des  Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg sowie im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben" vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Verbindung mit "Partnerschaft für Demokratie Stuttgart".

StolperKunst ist eine Initiative, die vor drei Jahren aus der Arbeit der Stuttgarter Stolperstein Initiativen hervorgegangen ist. Träger dieser Initiative,  in der Künstler*innen unterschiedlicher Sparten zusammenarbeiten, ist der Verein Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V.  Mehr als 900 Stolpersteine  erinnern in Stuttgart über alle Stadtteile verstreut an ebenso viele Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Wer waren die Menschen, die erschossen, vergast, vergiftet und auf vielfältige Weise zu Tode gequält wurden? In sorgfältiger Recherche wird diese Frage für jedes Opfer beantwortet, bevor ein Stolperstein verlegt wird. Mit vielen dieser Kleindenkmale sind dramatische Geschichten verknüpft. Diese greift StolperKunst auf, vergegenwärtigt sie mit ihren Mitteln , rückt sie in den Brennpunkt der Aufmerksamkeit, regt zum Nachdenken darüber an, wo heute Gefahren für Rechtsstaat und Demokratie lauern.  In Schulen und Kirchen, auf Straßen und Plätzen, in Theatern und Ateliers soll zur Sprache kommen, was nicht ohne Weiteres als unser historisches Erbe akzeptiert wird, aber Kunst belebt Erinnerung.

StolperKunst

StolperKunst belebt Erinnerung

 

Logo StolperKunst

 

...ein Projekt der Stuttgarter Stolperstein-Initiativen gegen Geschichtsvergessenheit!

 

http://www.stolperkunst.de

Warum Stolpersteine?

Für Hannelore Levi und ihre Eltern Berta und Ernst, letztere 1942 in Riga ermordet, wurden im Herbst 2017 Stolpersteine in Stuttgart verlegt. Pip McCosh (*1965, Neuseeland), Tochter von Hannelore Levi (*1928, Stuttgart,  gest. 2012, Neuseeland) schrieb am 22. Januar 2018 eine e-mail, die anschaulich zeigt, dass Stolpersteine ihre Schleifen bis ins Hier und Jetzt ziehen...

 

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in der Reihe TÜBINGER JUDAISTISCHE STUDIEN erschienen:

Briefe zur JÜDISCHEN EHEVERMITTLUNG 1911-1921

 

Info von Rainer Redies

im November erschienen:

Unerwünscht

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Buchcover: "Behandlung empfohlen"

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Else-Kahn-Broschüre Broschüre über „Else Kahn, geb. Jeselsohn. Nachgetragene Würde – nachgetragene Liebe. Eine Lebensgeschichte“

 

Broschüre „Der Killesberg unterm Hakenkreuz"
 

 

Broschüre JudenladenDer Stuttgarter "Judenladen": Ein fast vergessenes Stück Stuttgarter Stadtgeschichte
 

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Die Geheime Staatspolizei in Württemberg und Hohenzollern

Ingrid Bauz, Sigrid Brüggemann, Roland Maier

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Das jüdische Zwangsaltenheim in Eschenau und seine Bewohner

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Aus dem KZ Theresienstadt: "Was mich aufrecht erhielt, war die Post ..."

Postkarten aus Theresienstadt von Gertrud Nast-Kolb an ihre Tochter Ilse in Stuttgart (1944-1945)

Was mich aufrecht erhielt, war die Post... Titelblatt

 

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Neu aufgelegt: Spuren vergessener Nachbarn

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Stuttgarter
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im August 1940 in Grafeneck ermordet - weil er krank war
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Walter, Hanna, Sofie, Rose, Erich, Auguste, Albert und Werner Levi

die ganze Familie wurde von den Nazis auf erschreckend gründliche Weise vernichtet weiter

Max und Mathilde Henle

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Lydia Heilborn und ihre Tochter Gertrud

die Tochter in Grafeneck ermordet, die Mutter in Theresienstadt weiter

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